Die Peitschenhiebe auf dem Rücken schmerzen, und in bester Monty-Python-Manier («Life of Brian») haben wir zur Strafe mittlerweile 1000 Mal «Man darf  Facebook nicht abschreiben» an die Wand gepinselt.

«Was ist denn hier los?», mag sich mancher Anleger in den vergangenen Tagen gedacht haben. Die Aktie von Mark Zuckerberg hat sich vom Tiefst bei 18 Dollar kometenhaft erholt und gestern erstmals über dem Ausgabepreis vom 18. Mai 2012 – also über 38 Dollar – den Handel beendet.

Grund für das Kursfeuerwerk waren Quartalszahlen, die noch immer begeistern. «Wir erwarten eine anhaltende Verbesserung der Margen», jubelten die Analysten. Sie zollten damit der Tatsache Respekt, dass Facebook endlich einen der ganz grossen Kritikpunkte, man verdiene mit mobiler Werbung zu wenig, (fast) eliminieren konnte.

Ist Social Media also doch ein Anlagethema, das sich lohnt? Für ein Ja spricht die Tatsache, dass gerade ein kriselnder Werbemarkt den Etablierten Google und Yahoo zuletzt zusetzte, während Facebook den Umsatz im Vorjahresvergleich um satte 53 Prozent steigern konnte und unter dem Strich 331 Millionen Dollar verdiente. Das wäre eigentlich eine solide Ausgangslage, wenn sich auf dieser Basis nicht ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 150 errechnen liesse – und wenn der Angstschweiss nicht auf die Stirn schiessen würde.

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Und ein Warnsignal geben auch diejenigen Analysten, die bereits wieder einen ungebremsten Höhenflug sehen: Deutsche Bank und Morgan Stanley 43 Dollar, J.P. Morgan 44 Dollar – und Goldman Sachs gar 46 Dollar. Oder verdienen wir für unseren Pessimismus die nächsten Peitschenhiebe?

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