Die Aktienanleger in Fernost haben sich am Dienstag nicht aus der Deckung gewagt. Die ganze Aufmerksamkeit richtete sich auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Vorher gebe es an den Märkten wenig Bewegungsspielraum, sagte der Fondsmanager Mitsushige Akino der Anlagefirma Ichiyoshi Asset Management. Mit Spannung werde vor allem erwartet, wie der Devisenmarkt reagieren werde. Die US-Zentralbank hatte die Zinsen zuletzt schrittweise angehoben.

An der Tokioter Börse schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent tiefer bei 19'955 Punkten. In Tokio legten Exportwerte gegen den Trend zu. So entschieden sich die Anleger für die stark von Ausfuhren abhängigen Autobauer, weil der Anstieg des Yen vorerst gestoppt wurde. Mazda-Papiere verteuerten sich um 0,2, Toyota-Anteilsscheine um 0,5 Prozent.

Minus in Shanghai

Einen Kursabschlag von 1,5 Prozent musste dagegen der Mobilfunkanbieter NTT Docomo hinnehmen. Investoren wurden aufgeschreckt durch einen Bericht der Zeitung «Nikkei», nach dem der operative Gewinn in den Monaten April bis Juni um fast zehn Prozent eingebrochen sei. Grund sei die harte Konkurrenz von Billiganbietern.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat auf der Stelle. Der chinesische Markt in Shanghai legte nach dem jüngsten Höhenflug seiner Standardwerte eine Verschnaufpause ein und notierte 0,3 Prozent tiefer.

(reuters/ise/jfr)

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