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Politik
Iran will sich über US-Sanktionen hinwegsetzen

Iranian President Hassan Rouhani speaks during parliament's open session on confidence vote for four new ministers, in Tehran, Iran, Saturday, Oct. 27, 2018. Rouhani urged Parliament to approve four new ministers and help his government "resist" and "fight" the U.S. as it reinstates sanctions against the Islamic Republic. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)
Irans Präsident Hassan Ruhani: «Wir werden unser Öl weiter verkaufen, ... die Sanktionen brechen.»Quelle: Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.

Die USA setzen die Strafmassnahmen gegen Iran heute wieder in Kraft. Massnahmen sollen die Destabilisierung des Ölpreises verhindern.

Veröffentlicht am 05.11.2018

Der Iran will sich über die neuen US-Sanktionen hinwegsetzen. «Amerika wollte Irans Öl-Verkäufe auf null kürzen», sagte Präsident Hassan Ruhani am Montag während eines Treffens mit Wirtschaftsexperten, das vom Staatsfernsehen übertragen wurde. «Aber wir werden unser Öl weiter verkaufen, ... die Sanktionen brechen.»

Die USA setzen die im Zuge des Atomabkommens für längere Zeit aufgehobenen Strafmassnahmen gegen den Energie- und Bankensektor des Iran an diesem Montag wieder in Kraft. Details will die US-Regierung im Laufe des Tages bekanntgeben. Um eine Destabilisierung des Ölpreises zu verhindern, sollen für voraussichtlich acht Länder vorübergehend Ausnahmen gelten. Dazu dürften China, Indien, Südkorea, Japan und die Türkei zählen, die zu den grössten Abnehmern iranischen Öls zählen.

Massendemonstrationen gegen die USA

US-Präsident Donald Trump will mit den Strafmassnahmen nach eigenen Angaben die Regierung in Teheran unter anderem dazu bringen, ihre Atom- und Raketenprogramme aufzugeben. Trump hatte im Mai das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt, das auch von Deutschland unterschrieben worden war.

Am Sonntag gab es im Iran Massendemonstrationen gegen die USA. Die EU, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien bedauerten in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass die USA ihre Strafmaßnahmen erneut greifen lassen wollen. 

( Reuters/bsh)

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