Der weltweite Seehandel wird einer Studie zufolge in den nächsten Jahrzehnten drastisch zunehmen. Bis 2030 werde sich das Aufkommen mehr als verdoppeln, hiess es in einer Untersuchung des Schiffgutachters Lloyd's Register, der Rüstungstechnologiefirma Qinetiq und der University of Strathclyde.

Bis dahin würden 19 bis 24 Milliarden Tonnen jährlich per Schiff transportiert. Derzeit sind es neun Milliarden Tonnen. Hauptgrund für die Steigerungsrate sei die enorme Nachfrage des Wachstumsmarktes China nach Rohstoffen. Bis 2030 werde die Volksrepublik etwa drei Mal so viel Öl brauchen wie derzeit und etwa 60 Prozent der weltweiten Kohle abnehmen.

Der Studie zugrunde gelegt wurden das Wachstum der Bevölkerung, die wirtschaftliche Entwicklung und die Nachfrage nach Rohstoffen. Selbst unter den ungünstigsten Basisannahmen dürfte die Schifffahrt gewaltig zulegen, sagte der Chef von Lloyd's Register, Richard Sadler. Auch hier liege China vorn: Gut die Hälfte der neuen Schiffe komme in den nächsten 20 Jahren aus der Volksrepublik.

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(jev/sda)