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Schuldenkrise
Ägypten: Suche nach Kapital in der Wüste

Ägypten: Die Währungshüter suchen in der Wüste nach frischem Kapital. (Bild: Keystone)

Auf der Suche nach finanzieller Hilfe ist der ägyptische Zentralbankpräsident Hischam Rames in die Vereinigten Emirate (VAE) geflogen.

Veröffentlicht am 07.07.2013

Auf der Suche nach finanzieller Hilfe ist der ägyptische Zentralbankpräsident Hischam Rames in die Vereinigten Emirate (VAE) geflogen. Vertreter des Kairoer Flughafens bestätigten, dass Rames an Bord einer Maschine nach Abu Dhabi sei.

Medienberichten zufolge will er sich nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi am Golf um finanzielle Unterstützung bemühen. Bei der Zentralbank war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die VAE hatten Ägypten vor zwei Jahren drei Milliarden Dollar zugesagt, die bislang aber nie geflossen sind.

Katar hat dem Land seit Mursis Wahl vor einem Jahr sieben Milliarden Dollar geliehen. Andere Golfanrainer haben sich dagegen zurückgehalten, was Analysten zufolge mit Mursis Nähe zu den Muslimbrüdern zusammenhängt. Nach zweieinhalb Jahren politischer und wirtschaftlicher Unruhen sind Haushalt und Zahlungsbilanz des bevölkerungsreichsten arabischen Landes in eine Schieflage geraten.

Die Zentralbank gab bekannt, dass die Währungsreserven Ägyptens bis Ende Juni innerhalb eines Monat um 1,12 Milliarden auf 14,92 Milliarden Dollar gefallen sei. Das sind weniger als drei Monatsausgaben für Einfuhren und nur etwa die Hälfte des Betrags, der ohne Probleme ausgegeben werden kann.

(muv/reuters)

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