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Aufklärung
Affäre um Ex-Thorberg-Direktor weitet sich aus

Hans-Jürg Käser: Der Berner Regierungsrat will eine umfassende Aufklärung.   Keystone

Nächste Runde im Fall Thorberg. Nun soll das Anstellungsverfahren des abgesetzten Direktors der Strafanstalt genauer untersucht werden. Dabei gerät eine neue Person in den Fokus.

Veröffentlicht am 04.02.2014

Die Affäre rund um den abgesetzten Direktor der Strafanstalten Thorberg, Georges Caccivio, zieht weitere Kreise. Nun soll auch dessen Anstellungsverfahren unter die Lupe genommen werden.

Caccivio musste nach schwerwiegenden Vorwürfen gegenüber seiner Person seinen Posten als Anstaltsdirektor räumen. Inzwischen geriet aber auch der Chefbeamte, der Caccivios Anstellungsverfahren leitete, in die Kritik. Er soll Caccivio zwei besser qualifizierten Bewerbern vorgezogen haben.

Untersuchung ausdehnen

Der zuständige politische Verantwortliche, der Berner Regierungsrat Hans-Jürg Käser, will nun die von ihm bereits veranlasste externe Untersuchung der Vorfälle gegen Caccivio ausdehnen. Er lässt auch das Anstellungsverfahren durchleuchten, wie die bernische Polizei- und Militärdirektion mitteilte.

Es sei ihm ein Anliegen, dass die Rolle aller Beteiligten umfassend geklärt werde, schreibt Käser in der Mitteilung. Die externe Untersuchung wird Benjamin Brägger, Lehrbeauftragter für Strafvollzugsrecht an den Universitäten Bern und Lausanne, leiten.

Brägger wird beauftragt, nicht allein die Führungsfähigkeit der Anstaltsleitung auf dem «Thorberg» zu überprüfen. Er soll zusätzlich untersuchen, ob das Auswahlverfahren, das 2011 zur Ernennung des Thorberg-Direktors führte, den Ansprüchen genügte.

(sda/dbe)

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