1. Home
  2. Konjunktur
  3. 15'000 Punkte: Job-Daten bescheren Dow Rekord

Wall Street
15'000 Punkte: Job-Daten bescheren Dow Rekord

Der Dow Jones Index.
Unerwartet gute Arbeitslosenzahlen sorgen an den Börsen New Yorks für Euphorie. (Bild: Bloomberg)Quelle: Keystone

Die positiven Beschäftigungszahlen der USA liessen die Werte der New Yorker Aktienmärkte durch die Decke schiessen. Der Dow Jones geht mit einem Rekordhoch ins Wochenende.

Veröffentlicht am 04.05.2013

Mit dem Rückenwind starker US-Arbeitsmarktdaten haben sich die New Yorker Aktienmärkte am Freitag zu neuen Höhen aufgeschwungen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones knackte zwischenzeitlich die Marke von 15'000 Punkten und kletterte ebenso wie der breit gefasste S&P 500 auf ein neues Rekordhoch. Die Schaffung unerwartet vieler neuer Arbeitsplätze flösste den Anlegern dabei neues Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung ein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 1,0 Prozent auf 14'973 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,1 Prozent auf 1614 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 3378 Stellen. Im Wochenvergleich verbesserte sich der Dow um 1,8 Prozent, der S&P um zwei Prozent und die Nasdaq um drei Prozent. Der Dax verabschiedete sich zwei Prozent fester bei 8122 Stellen ins Wochenende und lag damit weniger als zehn Zähler unter seinem zuvor markierten Sechs-Jahres-Hoch. Zu einem neuen Rekord fehlten ihm knapp 30 Stellen.

Job-Daten von Februar und März auch über den Erwartungen

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen ausserhalb der US-Landwirtschaft stieg im April auf 165'000 von korrigierten 138'000 im März. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 145'000 neuen Jobs gerechnet. Ursprünglich hatte das US-Arbeitsministerium für März die Schaffung von 88'000 Stellen bekanntgegeben. Die Zahl für Februar hob es auf 332'000 von 268'000 an. «Nicht nur die April-Zahlen sind besser als erwartet ausgefallen, auch der März ist von den Toten auferstanden und der Februar durch die Decke gegangen», schrieb Finanzmarkt-Experte Marcus Bullus von MB Capital. «Die USA sind wieder zurück im Spiel.»

Viktor Nossek, Chef-Analyst des Derivate-Anbieters Boost ETP, sagte weitere Kursgewinne voraus. Schliesslich verdienten die Unternehmen gutes Geld und ein Ende der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed sei auch nicht in Sicht. Dieser Einschätzung schloss sich Dan Veru von Palisade Capital Management an: «Die Job-Zahlen geben grünes Licht für risikoreicheres Handeln. Dieser wird von konjunktursensiblen Firmen angeführt.»

Tatsächlich gehörten an der Wall Street konjunkturabhängige Werte zu den Favoriten. Der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar legte 3,2 Prozent zu und der Aluminium-Konzern Alcoa 1,9 Prozent. Die Papiere des Karriere-Netzwerks LinkedIn brachen dagegen um 13 Prozent ein. Anleger reagierten enttäuscht auf den Ausblick des Unternehmens.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,71 Milliarden Aktien den Besitzer. 2183 Werte legten zu, 804 gaben nach und 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1829 im Plus, 646 im Minus und 96 unverändert.

(chb/reuters)

Anzeige