In der US-Wirtschaft sind im Juli weit mehr Jobs entstanden als erwartet. Es wurden insgesamt 255'000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington bekanntgab. Volkswirte hatten mit lediglich 180'000 gerechnet. Zudem wurde das Stellenplus vom Juni um 5000 Jobs auf 292'000 nach oben revidiert. Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote verharrte im Juli bei 4,9 Prozent. Insgesamt setzte sich somit der Aufwärtstrend fort.

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Auch die Löhne sind im Juli stärker gestiegen als erwartet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich zum Vormonat um 0,3 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium weiter mitteilte. Ökonomen hatten mit plus 0,2 Prozent gerechnet. Im Juni hatte der Anstieg 0,1 Prozent betragen. Im Jahresvergleich stiegen die Löhne im Juli um 2,6 Prozent und damit wie erwartet.

Was macht die Fed?

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Vollbeschäftigung anstrebt, hatte jüngst bereits auf den starken Stellenzuwachs im Juni verwiesen, nachdem der Arbeitsmarkt zuvor einen Durchhänger hatte. Experten schätzen dennoch die Chancen auf eine Anhebung des Leitzinses auf der nächsten Fed-Sitzung im September als eher gering ein.

Die meisten Fachleute erwarten, dass die Währungshüter einen Schritt nach oben frühestens Ende des Jahres wagen werden, wenn sich die Folgen des Brexit-Votums in Grossbritannien besser abschätzen lassen und das Rennen um das Weisse Haus zwischen der Demokratin Hillary Clinton und ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump gelaufen ist. Der Leitzins liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

(sda/gku/chb)