Christian Heger hatte eine klare Meinung, die weitherum für Aufsehen sorgte. «Die Schweiz ist inzwischen einer der grössten Hedgefonds der Welt», sagte der Chefanlagestratege bei HSBC Global Asset Management in Deutschland letztes Jahr. Er bezog sich dabei auf die Politik der Frankenuntergrenze der Schweizerischen Nationalbank, die zu einem massiven Anschwellen der Devisenbestände gesorgt hatte.

Nun verteilte Warren Buffett den Titel einer anderen Zentralbank. Das Federal Reserve mache unter seinem Chef Ben Bernanke jedes Jahr «80, wahrscheinlich eher 90 Milliarden» Gewinn pro Jahr, sagte der Anlageguru bei einer Veranstaltung an der renommierten Georgetown University. Und das sei völlig unüblich. Vor ein paar Jahren habe die Fed noch nicht so viel Geld gemacht. «Die Fed ist der grösste Hedge Fund der Geschichte», so Buffett gemäss der Nachrichtenagentur Bloomberg.

«Das wir interessant»

Mit Bernanke ist Buffett indes zufrieden. Er habe seine Sache in der Finanzkrise gut gemacht, sagte der Milliardär früher einmal. Es bestehe auch keine Eile, die Anleihenverkäufe zu stoppen. Wenn der Fed-Chef schlau sei - und das sei Bernanke - dann werde der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik gelingen. Aber so etwas sei bisher noch nie gemacht worden. «Das wir interessant zu beobachten.»

(se/jev)