In den USA sind im August deutlich weniger Arbeitsplätze geschaffen worden als erwartet. Im Monatsvergleich sei die Beschäftigtenzahl ausserhalb der Landwirtschaft um 96'000 Stellen gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium in Washington mit.

Volkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs um 130'000 Stellen gerechnet. Zudem fiel der Stellenaufbau im Vormonat schwächer als zunächst ermittelt aus. Anstatt eines Zuwachses um 163'000 Stellen ergibt sich nun ein Plus von 141'000 Jobs.

Die Arbeitslosenquote sank überraschend von 8,3 Prozent im Vormonat auf 8,1 Prozent. Ökonomen hatten mit einer stabilen Quote gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stagnierten, während am Markt mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet wurde. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit verharrte bei 34,4 Stunden.

Die Finanzmärkte reagierten wie üblich mit starken Ausschlägen: Der Euro legte zum US-Dollar kräftig um gut einen halben Cent zu. Auch sichere Anlagen wie deutsche oder amerikanische Staatsanleihen erhielten Zulauf.

Die Aktienmärkte reagierten ebenfalls stark, ohne allerdings eine klare Richtung einzuschlagen. Analysten kommentierten, der schwache Beschäftigungsaufbau rücke zusätzliche Anleihekäufe der US-Notenbank noch stärker in den Fokus.

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(muv/vst/awp)