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Zahlen
Die US-Wirtschaft ist gut in Schuss

Hausbau in New Jersey: Der schwache Jahresbeginn ist überwunden. Keystone

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal kräftig gewachsen. Auch vom Arbeitsmarkt gibt es starke Zahlen. Zudem plant Präsident Donald Trump weitere Massnahmen, um das Wachstum hochzutreiben.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Die US-Wirtschaft hat nach einem schwachen Jahresbeginn im Frühjahr deutlich Fahrt aufgenommen. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,0 Prozent. Dies teilte das Handelsministerium in Washington am Mittwoch auf Basis einer zweiten Schätzung mit. Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg von 2,7 Prozent gerechnet. In einer ersten Schätzung war das Plus mit 2,6 Prozent niedriger ausgefallen.

Zu Jahresbeginn war das Wachstumstempo der weltgrössten Volkswirtschaft mit 1,2 Prozent noch weitaus geringer gewesen. Ein schwacher Jahresauftakt ist in den USA aber keine Besonderheit. Fachleute nennen nicht zuletzt statistische Probleme als Grund für das Phänomen.

Märkte warten auf Steuerreform und Investitionen

US-Präsident Donald Trump will das Wachstum mit einer Steuerreform und Investitionen auf drei Prozent hochtreiben. An den Märkten wurde ein Auftritt des Staatschefs im Bundesstaat Missouri dazu mit Spannung erwartet, bei dem er die Diskussion darüber vorantreiben wollte. Die Ratingagentur Moody's schätzt inzwischen die Wachstumsprognosen für die USA in diesem Jahr pessimistischer ein als noch zuletzt. Sie senkte ihre Erwartung um 0,2 Punkte auf ein Plus von 2,2 Prozent.

Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Die annualisierten Raten geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet. Deshalb sind die Wachstumsraten geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Werten vergleichbar.

Starker Stellenzuwachs

Gute Neuigkeiten gibt es auch vom Jobmarkt: Die US-Firmen haben im August weit mehr Personal angeheuert als gedacht. Es entstanden insgesamt 237'000 neue Jobs, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch unter Berufung auf seine Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte.

Dies war der stärkste Zuwachs seit März. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 183'000 neuen Stellen gerechnet. Zugleich wurde die Zahl der im Juli entstandenen Arbeitsplätze um 23'000 auf 201'000 nach oben revidiert.

(sda/gku/mbü)

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