Die US-Konjunktur ist nach Ansicht eines führenden Mitglieds der Notenbank Fed bereits kräftig genug für eine geringe Zinserhöhung. Die Wirtschaft könnte eine Anhebung des Schlüsselzinses um 0,25 Prozent verkraften, da fast eine Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt erreicht sei, sagte die Gouverneurin von der Federal Reserve Bank of Cleveland, Loretta Mester, am Freitag zu Journalisten.

Die Löhne stiegen und der Arbeitsmarkt habe sich verbessert, begründete sie ihre Einschätzung. Ausserdem seien die Ölpreise und der Dollar stabil. Die 56-Jährige ist in diesem Jahr kein stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC), der über die Geldpolitik entscheidet.

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Fed-Chefin Yellen zögert mit Zinserhöhung

Die US-Notenbank Federal Reserve schiebt die weltweit mit Spannung erwartete Zinswende weiter auf. Fed-Chefin Janet Yellen wollte sich zuletzt nicht auf einen Zeitpunkt für die erste Zinserhöhung festlegen. Der Leitzins liegt in den USA seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise Ende 2008 auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent. Viele Experten rechnen damit, dass sich das im September oder spätestens zum Jahresende ändern wird.

(reuters/me)