Die Zentralbank sei «vorbereitet, diese Instrumentarien je nach Notwendigkeit einzusetzen, um vor dem Hintergrund der Preisstabilität eine stärkere Wirtschaftserholung voranzutreiben», sagte Notenbankchef Ben Bernanke am Donnerstag in Minneapolis. Die nächste Sitzung der Fed findet am 20. und 21. September statt.

Bernanke unterstrich, dass der Aufschwung nach der Rezession «sehr viel weniger robust» ausgefallen sei als erhofft. Es sei aber zu erwarten, dass das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte Fahrt aufnehme. Die weltgrösste Volkswirtschaft war im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um gerade einmal 1,3 Prozent gewachsen.

Im ersten Quartal waren es lediglich 0,4 Prozent. Der Notenbankchef warnte angesichts der kraftlosen Konjunktur vor einem zu scharfen Sparkurs der öffentlichen Hand. Man könne sich breit über die langfristige Rolle des Staates und seine Grösse unterhalten.

«Angesichts fehlender Nachfrage des Privatsektors könnte eine deutliche haushaltspolitische Konsolidierung auf kurze Sicht neue Hürden für Wachstum und Arbeitsmarkt», sagte Bernanke.

Zuletzt hatte Bernanke auf einer Notenbank-Konferenz in Jackson Hole versichert, dass die Fed über eine Reihe von Instrumenten zur Stimulierung der Wirtschaft verfüge.
(rcv/awp/sda)