Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wirft zum Jahreswechsel die Notenpresse wieder an und versucht der lahmenden Wirtschaft einen zusätzlichen Schub zu geben.

Wie die Fed nach der letzten Sitzung des für die Geldpolitik entscheidenden Offenmarktausschusses im alten Jahr mitteilte, will sie ab Januar monatlich für 45 Milliarden Dollar Staatsanleihen kaufen. Zudem setzt sie den Kauf von Immobilienpapieren in einem monatlichen Volumen von 40 Milliarden Dollar fort.

Die Notenbanker in Washington ersetzen damit wie an den Finanzmärkten erwartet ein auslaufendes Anleihenkaufprogramm - die sogenannte «Operation Twist». Dabei tauschten sie zuletzt kurzlaufende Staatsanleihen in ihrem Portfolio in langlaufende Papiere um, um damit die langfristigen Zinsen in den USA zu drücken und die Wirtschaft zu stimulieren.

Der Leitzins, der seit Ende 2008 bei 0 bis 0,25 Prozent liegt, soll nach Mitteilung der Fed erst dann steigen, wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent sinkt (derzeit liegt die Rate bei 7,7 Prozent) und die Inflationsrate auf Sicht von ein bis zwei Jahren nicht höher als 2,5 Prozent liegt.

Inflationserwartungen stabil

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Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung beschreibt die Fed zurückhaltend. So hätten sich die wirtschaftliche Aktivität und der Arbeitsmarkt in den vergangen Monaten nur moderat erholt. Die Arbeitslosenquote sei zwar zurückgekommen aber weiter auf hohem Niveau.

Die Inflationserwartungen blieben stabil. Die Fed fürchtet jedoch, dass ohne eine ausreichende Lockerung der Geldpolitik, dass Wirtschaftswachstum nicht stark genug ist, um die Arbeitslosigkeit ausreichend zu senken.

(tno/tke/sda/awp)