Die Wall Street hat ihre Kursrally fortgesetzt. Zum Auftakt der verkürzten Handelswoche gab den US-Börsen nicht nur das weiter üppig fliessende Geld der Notenbanken Auftrieb, sondern auch überraschend gute Konjunkturdaten aus den USA. Dort kletterte das Barometer für das Verbrauchervertrauen im Mai auf den höchsten Wert seit mehr als fünf Jahren.

Die Zentralbanken gäben dem Markt zu verstehen «nehmt das Risiko nicht raus, wir sind da, um zu unterstützen», sagte Analyst Andrew Slimmon von Morgan Stanley Smith Barney. «Im Moment sind gute Nachrichten gut für den Markt und schlechte sind es auch.» Bestätigt sahen sich die Anleger durch jüngste Äusserungen von EZB-Direktor Jörg Asmussen und eines Mitglieds des geldpolitischen Rates der Bank von Japan. Vergangene Woche noch waren Sorgen aufgekommen, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Konjunkturhilfen früher zurückfahren könnte als erwartet.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 15'409 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,6 Prozent auf 1660 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 0,9 Prozent auf 3488 Stellen. Am Montag waren die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen geblieben. Zu den Kursgewinnern zählten insbesondere Finanzwerte. Bank of America etwa gewannen 0,8 Prozent, Citigroup 2,5 Prozent. Tiffany-Aktien zogen vier Prozent an. Der Juwelier brillierte zum Jahresauftakt mit einem überraschend hohen Umsatzplus.

Der Kurs des Arzneimittelherstellers Omthera verdoppelte sich nahezu auf 13,51 Dollar. Der Pharmakonzern AstraZeneca will die Firma für bis zu 443 Millionen Dollar kaufen. Die Briten bieten 12,70 Dollar pro Aktie - ein Aufschlag von 88 Prozent auf den Schlusskurs der Omthera-Anteilsscheine vom Freitag.

(muv/rcv/sda/reuters)