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Teuerung
Inflation sinkt auch in den USA unter Null

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-0,1%: So stark sanken die Preise im Januar.  HZ

Der Ölpreisverfall hat die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise unter die Nulllinie gedrückt.

Wie das Arbeitsministerium der USA mitteilt, lagen die Verbraucherpreise im Januar 0,1 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Es ist die erste negative Jahresrate seit Oktober 2009. Bankvolkswirte hatten mit der Entwicklung gerechnet. Auswirkungen könnten sich vor allem für die Geldpolitik der Notenbank Fed ergeben, falls sie ihren in Aussicht gestellten Zinserhöhungskurs wegen der Preisentwicklung verschiebt.

Ein Notenbanker will davon aber nichts wissen. Die US-Notenbank Fed sollte nach Ansicht ihres Führungsmitglieds James Bullard die Märkte bald auf eine näher rückende Zinswende einstimmen. Dazu könne im März ein wichtiges Signalwort im Begleittext zum Zinsentscheid gestrichen werden, sagte der Chef der Notenbank von St. Louis am Donnerstag dem Sender CNBC. Die Notenbank katte im Januar angekündigt, die Abkehr vom geldpolitischen Krisenmodus «geduldig» angehen zu wollen.

Zinswende bei einer der «Sitzungen im Sommer»

Bei der Zinssitzung Mitte März solle diese Formel wegfallen, damit «Wahlmöglichkeiten» geschaffen würden, forderte Bullard. Wenn die Formel nicht mehr auftauche, könne die Zinswende bei einer der «Sitzungen im Sommer» eingeläutet werden. Zuvor müsse die Fed jedoch im Laufe des Frühjahrs Hinweise darauf haben, dass sich die niedrige Inflation wieder tendenziell in Richtung eines normalen Niveau zurückbewege.

(reuters/sda/se)

 

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