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Konjunktur

Lagarde erfreut über Amerikas Sparpläne

IWF-Chefin Lagarde: «Wir begrüssen die Vorschläge.» (Bild: Keystone)

Das 450 Milliarden Dollar schwere Konjunkturpaket, mit dem US-Präsident Obama die US-Wirtschaft wieder ankurbeln will, bekommt Rückendeckung vom IWF. Währungsfonds-Chefin Christine Lagarde zeigte sich

Veröffentlicht am 09.09.2011

Der Internationale Währungsfonds (IWF) lobt das von US-Präsident Barack Obama geplante Konjunkturprogramm.

«Wir begrüssen die Vorschläge», sagte IWF-Chefin Christine Lagarde in London. Die USA müssten aber auch ihre Staatsfinanzen sanieren.

Auch die anderen Industriestaaten forderte Lagarde auf, mehr für das Wachstum zu tun. Dazu sollten die Regierungen ohne Scheuklappen vorgehen und auch ungewöhnliche Schritte erwägen. Besonders in der Euro-Zone müssten mehr Länder fiskalpolitisch handeln.

Mit einem rund 450 Milliarden Dollar schweren Konjunkturprogramm will Obama den schwächelnden amerikanischen Arbeitsmarkt beleben. Unter anderem sind Investitionen in die Infrastruktur, in das Schulwesen und in die Arbeitslosenversicherung geplant.

Lohnsteuer halbieren

Weiter will die Regierung Obama die Lohnsteuer für Arbeiter halbieren. Ferner will sie Unternehmen entlasten, die Arbeitsplätze schaffen oder ihren Arbeitnehmern höhere Löhne bezahlen. Das neue Konjunkturprogramm will Obama durch Ausgabenkürzungen an anderen Orten und Steuererhöhungen finanzieren.

Führende Republikaner reagierten mit Zurückhaltung. «Die Vorschläge des Präsidenten verdienen Berücksichtigung"» sagte John Boehner, der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus. Damit machte er klar, dass die Republikaner kaum das ganze Paket mittragen werden.

Andere Republikaner verwiesen darauf, dass auch das 787 Milliarden Dollar schwere Konjunkturprogramm kurz nach Obamas Amtsantritt 2009 keinen Durchbruch gebracht habe. Im Gegensatz zu Bohner übte einer der Anführer der Republikaner im Senat, Jon Kyl, harsche Kritik: Obama habe schlicht abgenutzte Ideen neu aufgetischt und sie mit parteipolitischer Kritik überzogen, sagte Kyl.

(laf/sda)

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