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Südamerika
Ölpreise bringen Venezuela in Pleite-Gefahr

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro: Der Ölpreisverfall bringt sein Land in Schwierigkeiten. Keystone

Venezuela leidet unter dem Einbruch der Ölpreise. Die Ratingagentur Moody's warnt vor einer möglichen Staatspleite.

Veröffentlicht am 13.01.2015

Venezuela nähert sich angesichts stark fallender Ölpreise Moody's zufolge einer Staatspleite. Die Rating-Agentur senkte die Note für die Kreditwürdigkeit des südamerikanischen Landes um zwei Stufen auf «Caa3».

Damit wird den Staatsanleihen nur noch eine geringe Qualität bescheinigt. «Das Ausfallrisiko ist erheblich gestiegen», erklärte Moody's in New York. Grund dafür sei der Einbruch der Ölpreise, wodurch weniger Geld aus dem Ausland nach Venezuela fließe. Die Deviseneinnahmen stammen zu 96 Prozent aus dem Rohstoffexport.

Grosse Verluste befürchtet

Sollte es zu einer Staatspleite kommen, dürften die Gläubiger auf einem Großteil ihrer Forderungen sitzenbleiben. «Moody's geht davon aus, dass der Verlust bei mehr als 50 Prozent liegen dürfte», hieß es.

(reuters/tno/ama)

 

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