Die Inflation in den USA ist wieder in den negativen Bereich gefallen. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, lag die jährliche Inflationsrate im März bei minus 0,1 Prozent. Den gleichen Rückgang hatte es bereits im Januar gegeben, bevor die Preise im Februar stagniert hatten. Bankvolkswirte hatten für März eine erneute Stagnation erwartet.

Dass die Gesamtinflation vor allem durch die stark gefallenen Ölpreise gedrückt wird, zeigt die Kernrate. Sie klammert diese Komponente aus und stieg von 1,7 Prozent im Februar auf 1,8 Prozent. Teurer waren unter anderem Mieten, Bekleidung und medizinische Güter. Auch im Monatsvergleich zeigt sich ein Preisanstieg: Sowohl der Gesamt- als auch der Kernindex stiegen um 0,2 Prozent.

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Orientierungsgrösse der Fed

Die schwache Inflation wirkt sich stark auf die Geldpolitik der US-Notenbank aus. Neben dem Arbeitsmarkt und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gilt die Teuerung als entscheidende Orientierungsgrösse der Fed. Weil der Preisauftrieb schwach ist und Wirtschaftsdaten zuletzt enttäuscht hatten, wird an den Finanzmärkten zunehmend mit einer späteren Zinswende gerechnet. Viele Beobachter halten September oder einen noch späteren Zeitpunkt für wahrscheinlich.

(awp/tno/ama)