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Produktivität in den USA wächst stark

Industriearbeiter in Pennsylvania: Stärkster Produktivitätszuwachs seit zwei Jahren. Keystone

Die US-Wirtschaft hat ihre Produktivität im zweiten Quartal kräftig gesteigert. Trotz Vollbeschäftigung scheint die Fed aber mit weiteren Zinserhöhungen zuzuwarten.

Veröffentlicht am 09.08.2017

Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal deutlich stärker gestiegen als erwartet. Sie legte zum Vorjahr um 1,2 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium in Washington am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das ist der stärkste Zuwachs seit zwei Jahren.

Experten hatten lediglich einen Anstieg der Produktion je Arbeitsstunde von 0,7 Prozent erwartet. Die Lohnkosten je produzierter Einheit (Lohnstückkosten) - ein Massstab für den Einfluss der Löhne auf die Inflation - sanken hingegen um 0,2 Prozent. Dies dürfte Wasser auf die Mühlen von Gegnern einer weiteren Zinserhöhung in den USA sein.

Inflation zu tief

Die Notenbank Fed hat zwar ihr Ziel Vollbeschäftigung erreicht. Die unerwünscht niedrige Inflation bereitet ihr jedoch noch Kopfzerbrechen. Eine geldpolitische Straffung im Dezember halten Händler daher derzeit nicht für wahrscheinlich: Die Chancen dafür werden auf nur 44 Prozent geschätzt.

Die Fed hatte den Zins zuletzt im Juni auf die neue Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent gehoben und eine weitere Anhebung für dieses Jahr in Aussicht gestellt, falls die Wirtschaftslage es zulässt.

(sda/gku)

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