Bei neuen Protesten von Kapitalismuskritikern hat die New Yorker Polizei 68 Demonstranten der Anti-Wall-Street-Bewegung Occupy festgenommen. Gemäss Polizeiangaben wurden die Demonstranten festgenommen, als sie Absperrungen um den Zuccotti-Park im Stadtteil Manhattan überwinden wollten.

Ein Polizist sei dabei leicht verletzt worden. Mindestens ein Teilnehmer werde des Angriffs auf Beamte beschuldigt, erklärte die New Yorker Polizei am Sonntag (Ortszeit).

Rund 500 Demonstranten hatten sich kurz vor dem Jahreswechsel vor Ort versammelt. Sie riefen ihren Slogan «Wir sind die 99 Prozent». Die Parkanlage, in der sich die Bewegung traf, Experten anhörte und Strategien besprach, war vor sechs Wochen von der Stadt geräumt worden.

Schlagstöcke und Pfefferspray

Die Aktivisten wollten im neuen Jahr an die Geburtsstätte der «Occupy»-Bewegung zurückkehren. Dazu hatten die Organisatoren des Protests vom Samstagabend aufgerufen.

Als Aktivisten begannen, die Barrikaden abzureissen, schritt die Polizei ein. Dabei setzte sie Schlagstöcke und Pfefferspray gegen Demonstranten ein, wie Aktivisten der Nachrichtenagentur AP sowie wie die «New York Times» in ihrer Online-Ausgabe berichteten. Ein Reporter, der die Aktionen der Polizei fotografieren wollte, wurde geschubst und gestossen, schrieb die Zeitung.

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Der Park in der Nähe des Finanzdistrikts um die Wall Street in Manhattan war im September die Geburtsstätte der landesweiten Occupy-Bewegung gegen ungleich verteilten Reichtum und die Macht von Banken. Die Sozialbewegung fand auch in Europa Nachahmer, darunter in Zürich.

(tno/sda)