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Einschätzung
S&P sieht Mexiko trotz Trump im Aufwind

Santa Muerte: Der Schnitter sitzt Mexiko nicht mehr im Nacken.

Die Ratingagentur rechnet für Mexiko kaum mehr mit einem Handelskonflikt. In den nächsten Jahren dürfte die Verschuldung abnehmen. Und auch der Peso hat sich gut vom Schock der US-Wahlen erholt.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Ein halbes Jahre nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump rechnet die Ratingagentur Standard & Poor's kaum noch mit einem Handelskonflikt zwischen Mexiko und dem grossen Nachbarn. Deswegen gibt die Agentur jetzt Entwarnung: Der Ausblick für das langfristige Rating sei von negativ auf stabil angehoben worden, teilte S&P am Mittwoch mit.

Die Bonitätseinschätzung selbst bleibe unverändert bei «BBB+»; dies besagt, dass Mexiko nach wie vor als geeigneter Schuldner für eine sichere Geldanlage gilt.

Weniger Schulden erwartet

Das Risiko einer steigenden Staatsverschuldung über die kommenden zwei Jahre sei zuletzt gesunken, so die Begründung zum geänderten Ausblick. Auf jüngste Schocks wie die deutliche Abwertung des mexikanischen Peso Ende 2016 habe die Regierung prompt reagiert.

Die Wahl Trumps hatte Sorgen um Mexikos Zukunft entfacht und an den Finanzmärkten den Peso stark unter Druck gesetzt. Trump hatte angekündigt, das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta aufzukündigen und Importe aus Mexiko mit hohen Strafzöllen zu belegen.

Peso hat sich erholt

Inzwischen gehe man aber davon aus, dass sich die USA, Kanada und Mexiko auf ein neues Handelsabkommen einigen werden, das den bisherigen Austausch weitgehend erhalten werde, heisst es bei S&P.

Der mexikanische Peso hat sich inzwischen sogar weit über das Niveau vor den US-Wahlen hinaus erholt und ist so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr.

(sda/gku)

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