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Starkes Signal vom US-Arbeitsmarkt

Jobsuchender in Virginia: Die Arbeitslosenquote fiel auf den tiefsten Stand seit November 2008. (Bild: Keystone)

Damit hatten selbst die Experten nicht gerechnet: Die Arbeitslosenquote in den USA fiel auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Zugleich rückt die Politik der US-Notenbank wieder in den Fokus.

Veröffentlicht am 06.12.2013

In den USA ist die Arbeitslosenquote im November überraschend auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gesunken. Sie fiel von 7,3 Prozent im Vormonat auf 7,0 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte.

Das ist der tiefste Stand seit November 2008. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 7,2 Prozent gerechnet. Die US-Wirtschaft schuf auch mehr Arbeitsplätze als erwartet. Die Beschäftigtenzahl ausserhalb der Landwirtschaft stieg zum Vormonat um 203'000 Stellen.

Ökonomen hatten mit einem geringeren Zuwachs um 185'000 Stellen gerechnet. Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau für Oktober von 204'000 leicht auf 200'000 nach unten gesetzt.

Nächste Notenbank-Sitzung am 18. Dezember

Die Notenbank Fed hatte in ihrem jüngsten Konjunkturbericht bereits Aufwärtstendenzen festgestellt. Die Arbeitsmarktdaten stehen besonders im Fokus, da die Fed ihre Konjunkturhilfen bei einer nachhaltigen Erholung drosseln will.

Sie pumpt derzeit Monat für Monat mit dem Kauf von Staatsanleihen und Immobilienpapieren 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft. Experten rätseln, wann der Zeitpunkt für ein Eindämmen der Geldflut kommt, die die Börsen rund um den Globus angetrieben hat.

Die nächste Möglichkeit dazu ergibt sich am 18. Dezember, wenn der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss zu seiner nächsten Zinssitzung zusammenkommt. Die meisten Experten rechnen jedoch damit, dass die Notenbank um den scheidenden Fed-Chef Ben Bernanke die Konjunkturhilfen erst Anfang nächsten Jahres drosseln wird.

(sda/vst/aho)

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