US-Notenbankchef Ben Bernanke hat bekräftigt, dass die Federal Reserve jederzeit bereit ist, die zuletzt wieder schleppende Konjunktur mit zusätzlichem Geld zu stimulieren.

Vor allem der Arbeitsmarkt bleibe das Sorgenkind Nummer eins - die Erholung dort sei frustrierend langsam, sagte Bernanke bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Konkrete Hinweise auf weitere Anleihekäufe, wie sie an den Finanzmärkten erhofft worden waren, gab Bernanke jedoch nicht.

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Die Erholung werde weiterhin vom schleppenden Kreditfluss und Unsicherheiten über die Finanzpolitik behindert, sagte der Fed-Chef. Darüber hinaus sieht er in der Schuldenkrise in Europa eine der grössten Gefahren für die US-Wirtschaft.

Er stehe daher mit den europäischen Notenbanken in engem Kontakt, um die Widerstandsfähigkeit des US-Finanzsystems für den Ernstfall zu erhöhen, sagte er am ersten Tag der zweitägigen Anhörung vor dem Kongress. Am Mittwoch wird Bernanke den Abgeordneten des Repräsentantenhauses, der zweiten Kammer des US-Kongresses, Rede und Antwort stehen.

(laf/aho/sda)