Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins wie erwartet nicht verändert. Der Zielsatz für Tagesgeld (Fed Funds Rate) liege weiterhin in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent, teilte die Federal Reserve in Washington mit.

Volkswirte hatten einhellig mit dieser Entscheidung gerechnet. Damit liegt der Leitzins bereits seit dreieinhalb Jahren auf einem Rekordtief. Die Fed hatte ihn während der Finanzkrise im Dezember 2008 auf diese Spanne verringert. Vor Beginn der Krise im Sommer 2007 hatte der Zinssatz noch bei 5,25 Prozent gelegen.

«Operation Twist» wird ausgeweitet

Die US-Notenbank wird ihre «Operation Twist» um 267 Milliarden US-Dollar ausweiten. Ein eigentlich bis Ende Juni befristeter Anleihen-Tausch werde bis zum Ende des Jahres fortgesetzt, teilte die Federal Reserve nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses am Mittwoch in Washington mit.

Um die Wirtschaft zu unterstützen werde man Anleihen mit einer verbleibenden Laufzeit von sechs bis dreissig Jahren kaufen und Anleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren im gleichen Umfang verkaufen. Man wolle so Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen ausüben und so für günstigere Finanzmarktbedingungen sorgen. Man sei notfalls bereit, weitere Massnahmen zur Stützung der lahmenden Konjunktur zu ergreifen, teilte die Fed mit.

US-Dollar legte vorübergehend zu

Der US-Dollar hat am Mittwoch unmittelbar nach der Mitteilung der US-Notenbank Fed zum Leitzinsentscheid an Wert gewonnen. Der «Greenback» kletterte in einer ersten Reaktion über die Marke von 0,95, gab im Anschluss dieses Niveau aber wieder preis.

Bis um 18.55 Uhr kostet ein Dollar nur noch 0,9462 Franken, das Tageshöchst wurde kurz zuvor bei 0,9502 Franken erreicht. Der Euro-Franken-Kurs stand kaum verändert bei 1,2008 Franken.

(chb/awp/sda)