Die amerikanische Wirtschaft ist der Notenbank der USA zufolge in den vergangenen Wochen gewachsen. Dabei sei es in allen zwölf Regionen aufwärts gegangen, teilte die Federal Reserve am Mittwoch in ihrem Konjunkturbericht «Beige Book» mit. Die Automobilindustrie verzeichne starke Zuwächse, und das Geschäftsumfeld für die Banken habe sich verbessert. Die Entwicklung von Löhnen und Preisen sowie der Beschäftigung habe sich dagegen kaum verändert. Auf die Kurse an den US-Börsen hatte die aktuelle Einschätzung am Mittwochabend zunächst kaum Auswirkungen.

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Nach Schätzungen von Experten sind im August 225'000 neue Jobs in den USA entstanden. Falls die am Freitag anstehenden Jobdaten die Erwartungen erfüllen sollten, wäre dies ein weiterer Beleg für einen heraufziehenden Beschäftigungsboom. Seit einem halben Jahr produziert der Arbeitsmarkt monatliche Zuwachsraten bei neuen Stellen jenseits der 200'000er Marke.

Zinsen werden nicht schnell angehoben

Dennoch hat die Notenbank derzeit keine Eile, das seit Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent liegende Zinsniveau anzuheben. Insbesondere die relativ hohe Zahl von Teilzeitarbeitern und Langzeitarbeitslosen bereitet der Fed Kopfzerbrechen. Am Markt wird daher erst für Mitte nächsten Jahres mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Nun blicken Gespannt die Ökonomen und Anleger gepsannt auf Donnerstag. Dann tagen die Währungshüter der EZB unter Mario Draghi im Frankfurter Hauptquartier, um den künftigen Kurs der Geldpolitik zu bestimmen.

(sda/se)