Die US-Wirtschaft hat im ersten Quartal deutlich an Schwung gewonnen - aber nicht so stark wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent, teilte das Handelsministerium in einer ersten Schätzung mit.

Ökonomen hatten ein Plus von 3 Prozent erwartet, nachdem es im Schlussquartal 2012 nur zu einem Mini-Wachstum von 0,4 Prozent gereicht hatte.

Spendable Private

Besonders stark legten die privaten Konsumausgaben zu, die mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen: Sie erhöhten sich um 3,2 Prozent und damit so stark wie zuletzt Ende 2010.

Auch der Wohnungsbau schob die Wirtschaft an, ebenso die Investitionen der Unternehmen. Dagegen bremste der Aussenhandel, weil die Importe stärker wuchsen als die Exporte.

IWF senkt Prognose

Experten gehen aber davon aus, dass die weltgrösste Volkswirtschaft im laufenden Quartal schon wieder an Dynamik verlieren wird - vor allem wegen geringerer Ausgaben der Regierung und Steuererhöhungen.

«Wir werden dann eher ein Wachstum nahe 1,0 Prozent sehen», sagte Ökonom Jacob Oubina von RBC Capital Markets. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte erst vor wenigen Tagen die Wachstumsprognose für 2013 von 2,1 auf 1,9 Prozent.

(chb/tno/sda)

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