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US-Wirtschaft: Starker Sommer und trüber Ausblick

Hafen von Oakland: Die US-Firmen stockten die Lagerbestände auf. (Bild: Bloomberg)

Das Bruttoinlandprodukt der USA legte in den Sommermonaten stärker als erwartet zu. Experten warnen aber vor den Auswirkungen des Shutdown im Oktober.

Veröffentlicht am 05.12.2013

Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal weitaus stärker an Schwung gewonnen als erwartet. Das Bruttoinlandprodukt legte von Juli bis September mit einer Jahresrate von 3,6 Prozent zu, teilte das Handelsministerium mit. Das war das grösste Plus seit dem Jahresauftakt 2012. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich 3,0 Prozent vorausgesagt, nachdem es im zweiten Quartal 2,5 Prozent waren.

Wachstumstreiber waren die Unternehmen: Sie stockten ihre Lagerbestände um 116,5 Milliarden Dollar auf. Das ist der stärkste Anstieg seit dem ersten Quartal 1998 und auch weitaus mehr als zunächst berechnet. Allein die Lagerbestände trieben die Wirtschaftsleistung um 1,68 Prozentpunkte in die Höhe.

Abschwächung zum Jahresende

Rechnet man diesen Effekt heraus, fiel das Wachstum mit 1,9 Prozent sogar schwächer aus als in einer ersten Hochrechnung angenommen. Vor allem die heimische Nachfrage in der weltweit führenden Volkswirtschaft blieb mager. Der private Konsum – der für die USA besonders wichtig ist, legte mit 1,4 Prozent so wenig zu wie seit Ende 2009 nicht mehr.

Experten befürchten am Jahresende eine Abschwächung des Wachstums. Grund ist der Haushaltsstreit, der im Oktober zu einer 16-tägigen Beurlaubung von 800'000 Staatsbediensteten (Shutdown) führte, die in dieser Zeit auch zum Teil kein Geld erhielten. Allein das dürfte die Wirtschaftsleistung um einen halben Prozentpunkt drücken.

(reuters/vst/aho)

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