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US-Wirtschaft verliert weiter an Schwung

Chrysler-Verkauf: Die So gaben die Amerikaner beispielsweise weniger Geld für Autos aus als erwartet. (Bild: Keystone)

Schwache Konsumausgaben belasten die Konjunktur in den USA im ersten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt wächst deutlich weniger stark als im Vorquartal.

Veröffentlicht am 26.05.2011

Die Konjunktur in den USA bleibt weiterhin klar hinter dem Vorjahreswachstum zurück. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) in den Vereinigten Staaten legte von Januar bis März auf das Jahr hochgerechnet um lediglich 1,8 Prozent zu. Das teilte das US-Handelsministerium in Washington mit. Es bestätigte damit in seiner zweiten von drei Schätzungen den bisher gemeldeten Wert. Ökonomen hatten mit einer Zunahme um 2,2 Prozent gerechnet. Im Vorquartal war die US-Wirtschaft noch um 3,1 Prozent gewachsen.

Belastet wurde die Konjunktur im ersten Quartal durch schwache Ausgaben für den Konsum. So gaben die Amerikaner beispielsweise weniger Geld für Autos aus als erwartet. Auch die hohen Energiekosten liessen sie sparsamer werden. Die kriselnden öffentlichen Haushalte schränkten ihre Ausgaben darüber hinaus ebenfalls ein.

Erschwerend kommen laut Experten die weiterhin düsteren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt hinzu. In den vergangenen Wochen waren erneut mehr Anträge auf Arbeitslosenunterstützung eingegangen als vorausgesagt. Die Arbeitslosenquote liegt noch immer bei neun Prozent und ist damit für US-Verhältnisse sehr hoch.

Die US-Zentralbank geht bisher eigentlich davon aus, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr zwischen 3,1 und 3,3 Prozent wachsen wird.

(tno/laf/sda)

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