Innerhalb der US-amerikanischen Notenbank wachsen offenbar die Bedenken über den ungehemmten Kauf von Staatsanleihen zur Stimulierung der Wirtschaft. Mit dem Präsidenten der Federal Reserve in Philadelphia, Charles Plosser, plädierte bereits ein zweites Fed-Mitglied öffentlich für eine Beschneidung der Bondkäufe.

Die Ergebnisse der sogenannten quantitativen Lockerung der Geldpolitik seien mager, argumentierte er. Ausserdem seien die Risiken dieses aggressiven Vorgehens gross. Deshalb solle die Fed die Käufe drosseln und möglichst bis Jahresende ganz einstellen. Plosser hat in diesem Jahr im geldpolitischen Gremium der Fed allerdings keine Stimme.

In der vergangenen Woche hatte bereits Richard Fisher von der Fed in Dallas Bedenken zu dem Anleihenkaufprogramm angemeldet. Er ist jedoch derzeit ebenfalls nicht stimmberechtigt.

Notenbankchef Ben Bernanke hatte erst kürzlich die umstrittene Geldflut gerechtfertigt, die die US-Börsen soeben erst auf ein Allzeithoch gehievt hat, und seinen Kurs bekräftigt. Seine Stellvertreterin Janet Yellen tat es ihm am Montag gleich.

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(chb/sda)