Wegen der extremen Inflation hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro den Mindestlohn um 50 Prozent erhöht. Er habe sich entschlossen, den Mindestlohn im neuen Jahr auf 40'638 Bolívar anzuheben, sagte Maduro am Sonntag in seiner wöchentlichen Fernsehsendung.

Laut dem offiziellen Wechselkurs sind das rund 60 Dollar, auf dem Schwarzmarkt aber gerade einmal 12 Dollar. An den Mindestlohn gekoppelte Lebensmittelgutscheine liegen unverändert bei 93 Dollar.

Unruhen und Plünderungen

Die Opposition macht Maduro für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die durch den starken Ölpreisrückgang seit 2014 verschärft wurde.

Die ausser Kontrolle geratene Inflation lag nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) im vergangenen Jahr bei 475 Prozent. Wegen Versorgungsengpässen gab es schon mehrfach schwere Unruhen und Plünderungen.

(sda/tno/gku)