Die Wall Street hat unter dem Eindruck gegenläufiger Einflussfaktoren an Boden verloren. Der Dow Jones Industrials pendelte mehrmals zwischen Minus und Plus und fiel letztlich um 0,43 Prozent auf 15.334,59 Punkte. Der S&P-500-Index sank um 0,26 Prozent auf 1.697,42 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 ermässigte sich um 0,02 Prozent auf 3.218,66 Punkte.

Erneut belastet habe die Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, nachdem sich deren Mitglieder in den vergangenen Tagen widersprüchlich dazu geäussert hätten, hiess es im Markt. Zwischendurch gaben zuversichtliche Aussagen von US-Präsident Barack Obama zum Konflikt über das iranische Atomprogramm den Kursen Auftrieb. Im frühen Handel hatten frische US-Konjunkturdaten den Börsen einen Dämpfer verpasst. So hatte sich das Verbrauchervertrauen im September stärker als erwartet eingetrübt. Die Hauspreise am US-Immobilienmarkt hatten hingegen so stark zugelegt wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Facebook-Papiere profitieren

Unter den Einzelwerten verteuerten sich die Aktien von Applied Materials um mehr als neun Prozent, nachdem der Zulieferer für die Halbleiterindustrie die Übernahme des japanische Wettbewerbers Tokyo Electron für 9,39 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Damit entstünde ein neues internationales Schwergewicht mit einer Marktkapitalisierung von 29 Milliarden Dollar. Die Aktien von Red Hat sackten um fast zwölf Prozent ab. Der Spezialist für das Computer-Betriebssystem Linux hatte anlässlich der Vorlage des Quartalsberichts bei der Vorhersage künftiger Erlöse die Markterwartungen enttäuscht.

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Die Papiere von Facebook profitierten von einer Kaufempfehlung der Citigroup und stiegen um 2,60 Prozent. Die Titel von Carnival sackten um 7,65 Prozent ab. Die weltgrösste Kreuzfahrt-Reederei hatte zuvor unerwartet niedrige Quartalsprognosen abgegeben. Im Dow Jones standen Boeing mit einem Plus von 1,27 Prozent an der Spitze. Die neu in den Leitindex aufgenommenen Aktien von Nike gewannen 0,65 Prozent. Am unteren Ende des Dow rangierten Aktien der Grossbank JPMorgan mit minus 2,22 Prozent.

Der Euro hat sich im US-Handel nur wenig bewegt. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3479 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als im europäischen Nachmittagsgeschäft. Richtungweisende zehnjährige Anleihen kletterten um 13/32 Punkte auf 98 21/32 Punkte nach oben. Sie rentierten mit 2,66 Prozent.

(awp/muv)