Die US-Finanzelite fordert die Politik in Washington zu einer raschen Einigung im Schuldenstreit auf. Die Topbanker des Landes haben dazu einen Brief an Präsident Barack Obama und die Mitglieder des Kongresses geschickt, in denen sie in drastischen Worten vor den Konsequenzen warnen, sollten die USA keine neuen Schulden mehr aufnehmen dürfen und damit zahlungsunfähig werden.

«Die Folgen der Tatenlosigkeit wären gravierend - für unsere Wirtschaft, für unseren ohnehin schwächelnden Arbeitsmarkt, für die finanziellen Verhältnisse unserer Firmen und Familien und für Amerikas wirtschaftliche Führungsrolle in der Welt», schrieben die Chefs von Goldman Sachs, JPMorgan Chase, der Citigroup, der Bank of America und zehn weiterer US-Finanzkonzerne in ihrem Brief.

Sollten die USA ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können oder würde die Kreditwürdigkeit herabgestuft, wäre das ein herber Schlag für das Vertrauen der Firmen und Investoren. «Die Zinsen für jeden Kreditnehmer würden steigen, der Wert des Dollar würde untergraben, die Aktien- und Anleihemärkte gerieten in Aufruhr.» Das würde die ohnehin schwierige wirtschaftliche Lage dramatisch verschlimmern, warnten die Banker.

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«Angesichts diese sehr realen Gefahren müssen die politischen Entscheidungsträger unseren finanzpolitischen Kurs korrigieren», mahnte die Gruppe. Nur so würde das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewonnen und am Ende entstünden neue Jobs. «Wir fordern Sie auf, noch in dieser Woche eine Übereinkunft zu erzielen», schlossen die Wall-Street-Grössen ihren Brief an den Präsidenten und den Kongress.

(cms/sda)