Die schlechten Nachrichten aus der US-Konjunktur reissen nicht ab. Im Juni gaben die Amerikaner 0,2 Prozent weniger aus, wie das Handelsministerium mitteilte. Hohe Preise für Benzin und Lebensmittel sowie die weit verbreitete Arbeitslosigkeit und der Schuldenstreit verdarben den Bürgern die Kauflaune. Der Rückgang war der erste seit September 2009.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 0,2 Prozent gerechnet. Im Mai waren die Ausgaben noch um 0,1 Prozent gewachsen.

Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Im gesamten zweiten Vierteljahr gaben die Amerikaner nur 0,1 Prozent mehr aus als im Vorquartal. Der schwache Konsum war einer der Hauptgründe, dass das Wachstum der weltgrössten Volkswirtschaft im Frühling mit 1,3 Prozent deutlich geringer ausfiel als von Experten erwartet.

Die Einkommen stiegen im Juni lediglich um 0,1 Prozent. Das ist der geringste Zuwachs seit November. Bereinigt um die Inflation fielen die Einkommen im Schnitt 0,3 Prozent höher aus.

(cms/sda)