Der ehemalige Google-Manager Doug Edwards würde gerne mehr Steuern zahlen. «Würden Sie bitte meine Steuern erhöhen?», bat Edwards US-Präsident Barack Obama bei einem sogenannten Town-Hall-Meeting des Karriere-Internetnetzwerks LinkedIn im Silicon Valley.

Er habe keinen Job, das sei aber seine eigene Entscheidung, sagte er dem Präsidenten auf Nachfrage. Seiner Meinung nach sollten diejenigen, die es sich leisten könnten, eine höhere Kapitalertragsteuer zahlen, um denen zu helfen, die nicht so gut gestellt seien. Edwards arbeitete von 1999 bis 2005 bei Google, als das Unternehmen gerade stark expandierte.

Obama entgegnete Edwards, er schätze seine Stellungnahme. «Wir beide waren erfolgreich, weil jemand in unsere Bildung investiert hat», sagte er zu Edwards.

Diejenigen, die erfolgreich waren, sollten daher immer in Erinnerung behalten, dass sie nicht allein auf der Welt seien. Der Präsident war zu dem Treffen des Karrierenetzwerks im Rahmen einer dreitägigen Reise gekommen, um für seinen politischen Kurs werben und Spenden für die Präsidentschaftswahlen 2012 zu sammeln.

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Im August hatte bereits Starinvestor Warren Buffett zum Abbau der Staatsverschuldung höhere US-Steuern für Superreiche gefordert. Obama kündigte daraufin im September den Plan für einen neuen Steuersatz an, den Menschen mit einem Jahreseinkommen von mehr als einer Million Dollar zahlen sollen. Der Name des Projektes: die «Buffett-Steuer».

(tno/sda)