Die Inflation in China ist im Februar überraschend deutlich angezogen. Die Verbraucherpreise legten im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent zu, wie das Statistikamt mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg von lediglich 0,9 Prozent vorausgesagt. Im Januar hatte die Teuerung mit 0,8 Prozent noch auf dem niedrigsten Niveau seit fünf Jahren gelegen.

Die Erzeugerpreise fielen im Februar um 4,8 Prozent. Die Expertenprognose betrug hier minus 4,3 Prozent. Mit derselben Rate waren die Preise im Januar zurückgegangen.

Abschwung im Immobilienmarkt

In China wuchs zuletzt die Sorge vor einer Deflation, einer konjunkturschädlichen Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen auf breiter Front und abnehmenden Investitionen. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt leidet unter einem Abschwung am Immobilienmarkt und mangelnder Auslastung der Fabriken. Hinzu kommen die unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft und fallende Energiepreise.

(reuters/dbe)