Positive Vorgaben aus Fernost dürften der Schweizer Börse am Montag zu einer freundlichen Eröffnung verhelfen. Vor dem Zinsbeschluss der US-Notenbank am Mittwoch werden sich die Anleger aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,1 Prozent höher mit 7647 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsbeginn um 0,4 Prozent fester auf 7660 Zählern.

Kurzfristig sind die Aussichten für den SMI nach Angaben der Charttechniker des Global Research der Credit Suisse nicht allzu schlecht. Sie erwarten eine Aufwärtsbewegung in Richtung des nächsten Widerstandes bei 7900/8000 Zählern. Die mittelfristigen Indikatoren liessen dagegen in den kommenden ein bis sechs Monaten eine Seitwärtsbewegung erwarten.

Im Zentrum des Interesses des Marktteilnehmer steht die Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Viele Anleihe-Investoren rechnen damit, dass Fed-Chef Ben Bernanke zum Rückzug der Fed blasen wird. Doch langjährige Beobachter der US-Geldpolitik sind da keineswegs sicher. Sie gehen davon aus, dass die Fed die Anleihe-Käufe langsam reduziert wird. Derzeit kauft die Fed jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere.

Anzeige

Der Elektrotechnikkonzern ABB hat Ulrich Spiesshofer zum Nachfolger von Konzernchef Joe Hogan ernannt. Hogan hatte im Mai seinen Rücktritt aus privaten Gründen angekündigt. Der aus Deutschland stammende Spiesshofer, der als Favorit für das Amt galt, leitete bei ABB bisher die Division Industrieautomation und Antriebe. Er tritt sein neues Amt am 15. September an. Hogan wird für einige Monate als Berater des Verwaltungsrates bleiben.

Für den Rückversicherer Swiss Re hat die Steigerung der Dividende Priorität. Dies sagte Konzernchef Michael Lies der «Finanz und Wirtschaft».

Der Spezial- und Bauchemiekonzern Sika übernimmt die britische Everbuild Building Products Ltd. Das in Leeds ansässige Unternehmen weist einen Umsatz von über 90 Millionen Franken auf und beschäftigt 270 Mitarbeitende.

Das Krebsmedikament Avastin des Pharmakonzerns Roche wurde in Japan für die Behandlung der aggressivsten Art von Hirntumoren zugelassen.

Bei dem hoch verschuldeten Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach will laut «Sonntagszeitung» auch der japanische Sumitomo-Konzern einsteigen. Interesse hat auch der Schweizer Unternehmer Michael Pieper. Der Hauptaktionär Schmolz + Bickenbach KG möchte dagegen den russischen Investors Viktor Vekselberg ins Boot holen.

(chb/aho/reuters)