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Aufschwung
Arbeitslosenquote in den USA auf Siebenjahrestief

Arbeitslos in den USA: Nur noch 5,4 Prozent der Bevölkerung sind ohne Stelle. Keystone

Die USA sind zurück: Nachdem die Zahl der neu geschaffenen Stellen jüngst enttäuschend ausfiel, überrascht das Land jetzt mit der niedrigsten Arbeitslosenquote, seitdem Obama im Amt ist.

Veröffentlicht am 08.05.2015

In der US-Wirtschaft sind im April wieder deutlich mehr Stellen entstanden. Die Zahl der neuen Jobs stieg um 223'000. Die Arbeitslosenquote fiel leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2008. Dies teilte das Arbeitsministerium am Freitag mit. Im März hatte es noch einen überraschenden Dämpfer am Arbeitsmarkt gegeben. Es entstanden nur 85'000 neue Jobs – so wenig wie seit Juni 2012 nicht mehr.

Ökonomen begründeten das unter anderem mit dem starken Dollar, der Exporte verteuert. Zudem trat die US-Wirtschaft im ersten Quartal auch wegen des ungewöhnlich strengen Winters weitgehend auf der Stelle. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten Ökonomen eine bessere Konjunktur.

Schwaches Lohnwachstum

Das Lohnwachstum in den USA schwächte sich währenddessen im April ab. Die durchschnittlichen Stundenlöhne lagen 0,1 Prozent höher als im März. Im Jahresvergleich stiegen die Löhne um 2,2 Prozent.

Das Lohnwachstum gilt als eine entscheidende Orientierungsgrösse für die Geldpolitik der Notenbank Fed. Solange die Gehälter und Löhne nicht stärker anziehen, dürfte auch der Preisauftrieb in der Binnenwirtschaft schwach bleiben, argumentieren Ökonomen. Das spricht, zusammen mit dem schwachen Wachstum im ersten Quartal, gegen rasche Zinsanhebungen der Notenbank.

(sda/ise/hon)

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