Auch für das laufende Jahr rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit einem Überschuss bei der Arbeitslosenversicherung (ALV), allerdings mit einem kleineren.

Die Jahresrechnung 2015 schliesst die ALV mit einem Überschuss von 610 Millionen Schweizer Franken, bei einem Gesamtertrag von 7,42 Milliarden und Aufwendungen von 6,81 Milliarden Franken. Dank des Überschusses konnten Darlehen von 700 Millionen Schweizer Franken an die Bundeskasse zurückbezahlt werden. Damit sinken die Darlehensschulden auf 2,6 Milliarden Franken, teilte das Seco am mit.

Mehr ausbezahlt als im Vorjahr

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5,18 Milliarden Franken an Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt, etwas mehr als im Vorjahr (4,91 Milliarden). Im Jahresdurchschnitt waren 142'810 Arbeitslose bei der ALV registriert. Dies entspricht einer Quote von 3,3 Prozent.

Im Jahr 2015 entfielen auf Kurzarbeitsentschädigungen rund 95 Millionen, auf Schlechtwetterentschädigungen rund 50 Millione. Für Insolvenzentschädigungen gab der ALV-Fonds 35 Millionen aus, 598 Millionen wurden für arbeitsmarktliche Massnahmen aufgewendet. Die Aufwendungen für Verwaltungskosten beliefen sich auf 699 Millionen Schweizer Franken. Die Revision des Jahresabschlusses und die formelle Genehmigung durch den Bundesrat sind noch ausstehend.

Quote von 3,6 Prozent budgetiert

Für das laufende Jahr rechnet das Seco mit einem Jahresdurchschnitt von 153'700 Arbeitslosen, was einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent entspräche. Gemäss Budget würde ein Überschuss von 40 Millionen Franken resultieren. Im März waren gemäss Angaben des Seco 155'324 Personen arbeitslos, was einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent entspricht.

(awp/chb)

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