Am US-Arbeitsmarkt sind angesichts der Kältewelle im Januar überraschend wenige neue Stellen geschaffen worden. Es entstanden nur 113.000 Jobs, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 185.000 gerechnet. Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote sank jedoch weiter um einen Tick auf 6,6 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2008. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Firmen und Behörden.

Die Investoren am Aktienmarkt reagierten verschnupft auf die Daten: In Frankfurt drehte der Dax ins Minus. Der Euro legte zum Dollar zu.

Fed wird Anschubhilfe weiter verringern

Der US-Notenbanker Richard Fisher hält die Aussagekraft der Daten allerdings für begrenzt: Wegen der arktischen Kältewelle sei der amerikanische Konsument praktisch seit zwei Monaten «eingefroren». Die Arbeitsmarktdaten dürften die US-Notenbank Fed daher wohl nicht davon abhalten, ihre Anschubhilfe für die Wirtschaft schrittweise zu verringern. Die Fed hatte jüngst ihre Geldspritzen weiter gedrosselt. Sie will das Volumen der monatlichen Anleihenkäufe von derzeit 65 Milliarden Dollar noch dieses Jahr auf null herunterfahren.

(reuters/me/sim)