Die Erwerbslosigkeit in den USA ist im Februar überraschend gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,7 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten indes eine unveränderte Quote von 6,6 Prozent erwartet.

Die Arbeitslosenquote hat ihre einst starke Bedeutung für die Geldpolitik der Notenbank Fed mittlerweile eingebüsst. Lange Zeit hatte die Federal Reserve versprochen, die faktische Nullzinspolitik fortzuführen, so lange die Quote nicht unter 6,5 Prozent fällt. Dieses Zinsversprechen wurde zum Jahresende 2013 modifiziert. Seither heisst es, dass der Leitzins (Fed Funds Rate) vermutlich auch lange nach einem Unterschreiten dieser Schwelle bei null Prozent bleibt. Ein besonderes Gewicht räumt die Fed dem schwachen Preisauftrieb bei, der gegenwärtig deutlich unter ihrem Ziel von zwei Prozent liegt.

Mehr Beschäftigung

Die Beschäftigungsentwicklung im Februar überraschte hingegen nach zwei enttäuschenden Monaten in Folge wieder positiv. Ausserhalb der Landwirtschaft seien 175’000 neue Stellen geschaffen worden, teilte das US-Arbeitsministerium weiter mit. Bankvolkswirte hatten mit im Durchschnitt mit 149’000 neuen Stellen gerechnet.

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Zudem sind im Vormonat mehr neue Arbeitsplätze entstanden, als zunächst ermittelt worden war. Der Zuwachs im Januar wurde von zunächst 113’000 Jobs auf 129’000 nach oben gesetzt.
Der Arbeitsmarkt ist von grosser Bedeutung für den Kurs der Notenbank Federal Reserve. Die Fed will ihren Kurs einer Drosselung der Anleihekäufe fortsetzen, falls der Arbeitsmarkt und die Konjunktur mitspielen.

Stundenlöhne steigen

Zudem seien die durchschnittlichen Stundenlöhne im Februar stärker als erwartet gestiegen, hiess es vom US-Arbeitsministerium. Im Monatsvergleich legten sie um 0,4 Prozent zu. Volkswirte hatten einen Zuwachs wie im Vormonat um 0,2 Prozent erwartet. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit ging leicht von 34,3 Stunden auf 34,2 Stunden zurück.

(awp/me)