Die warmen Temperaturen haben auch mehr Arbeit gebracht: Mit der Sommersaison im Tourismus und auf dem Bau haben im Mai wieder mehr Personen eine Stelle gefunden. Die Schweizer Arbeitslosenquote ist darum von 3,2 auf 3,0 Prozent gefallen.

Das ist der bisher tiefste Stand des Jahres. Aussergewöhnlich ist das indes nicht. Im Mai spielen jeweils die sogenannten saisonalen Effekte eine grosse Rolle: Wenn Tourismusbetriebe die Saison eröffnen und dank des warmen Wetters auch wieder mehr gebaut wird, finden jeweils auch mehr Personen wieder Arbeit.

Bessere Konjunktur macht sich bemerkbar

Bereinigt um diese saisonalen Effekte blieb die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent. «Das Bild, das sich zeigt, entspricht unseren Erwartungen», erläuterte Oliver Schärli, Leiter Politik und Vollzug im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

Nebst den saisonalen Effekten macht sich in der Statistik auch die bessere Konjunktur bemerkbar. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Arbeitslosigkeit im Mai um 980 Personen oder 0,7 Prozent.

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«Wir rechnen für das Gesamtjahr mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent. Nach den Zahlen im Mai sind wir auf Kurs mit unseren Prognosen», sagt Oliver Schärli. Im Gesamtjahr 2013 lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent und damit leicht höher.

Auch das am Dienstag publizierte Manpower Arbeitsmarktbarometer zeigt in Richtung Verbesserung. Für das dritte Quartal rechnen 5 Prozent von 748 befragten Arbeitgeber damit, Personal einstellen zu können. 91 Prozent rechnen mit Konstanz. 3 Prozent gehen davon aus, dass sie Personal abbauen müssen.

Geringere Jugendarbeitslosigkeit

Auch die Jugendlichen fanden im Mai vermehrt wieder Stellen: Die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich gemäss Seco im Mai um 7,9 Prozent auf 15'399 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von 6,5 Prozent.

Insgesamt waren im Mai 184'436 Personen auf Stellensuche, 8393 Personen weniger als im April. Gegenüber dem Vorjahr sind das 0,3 Prozent weniger. Die Zahl der offen gemeldeten Stellen hat sich um 931 auf 13'157 verringert. Dies ist eine Momentaufnahme und gemäss Schärli sollten die Unterschiede zwischen den einzelnen Monaten nicht überinterpretiert werden.

Weiter gab das Seco die Zahlen zur Aussteuerungen im März bekannt: 2648 Personen haben ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung verloren. Sie fallen damit aus der Statistik und werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Statistik mitgezählt.

(sda/me)