Trotz anziehender Konjunktur tritt der Arbeitsmarkt in der Euro-Zone noch auf der Stelle. Im Januar suchten 19,2 Millionen Menschen einen Job, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Dies waren 17.000 Männer und Frauen mehr als im Dezember, aber 67.000 weniger als vor einem Jahr. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote blieb den vierten Monat in Folge bei 12,0 Prozent und damit nur knapp unter dem Rekordhoch von 12,1 Prozent im September.

Düstere Situation in Spanien und Griechenland

Die Wirtschaft im Währungsraum zieht zwar derzeit leicht an und lässt die Krise peu à peu hinter sich. Aber eine bessere Konjunktur schlägt sich in der Regel erst deutlich später auf dem Arbeitsmarkt nieder. Dies zeigt sich etwa in Italien, wo die Arbeitslosigkeit im Januar auf den bisherigen Höchstwert von 12,9 Prozent kletterte. Die Jugendarbeitslosigkeit markierte mit 42,4 Prozent ebenfalls einen neuen Rekord.

Die niedrigste Arbeitslosenquote im Euroraum gibt es in Österreich mit 4,9 Prozent, knapp dahinter liegen Deutschland mit 5,0 Prozent und Luxemburg mit 6,1 Prozent. Griechenland hält mit 28,0 Prozent (im November) die rote Laterne. Ähnlich trüb sieht es auf dem Jobmarkt in Spanien aus - mit einer Arbeitslosenquote von 25,8 Prozent.

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(reuters/dbe/sim)