Argentinien will über eine Lockerung seiner Kapitalkontrollen die Landeswährung Peso schwächen und damit die Wirtschaft ankurbeln. Details würden noch am Mittwoch bekanntgegeben, teilte die Regierung mit. Dabei dürfte es um einen freieren Zugang zum US-Dollar gehen. Vor allem die Soja-Bauern der drittgrössten Volkswirtschaft Lateinamerikas warten auf die Freigabe durch den neugewählten Präsidenten Mauricio Macri.

Der offizielle Kurs liegt derzeit bei 9,8225 Peso pro US-Dollar. Daneben gibt es den Schwarzmarkt-Kurs, der bei 14,43 Pesos je Greenback liegt. Analysten gehen davon aus, dass die offizielle Rate künftig zwischen 13,50 und 15,00 Peso liegen wird.

Florierender Schwarzmarkt

Viele Sparer haben in der Vergangenheit auf dem Schwarzmarkt Pesos gegen US-Dollar getauscht, um der hohen Inflation und den Schwankungen der Landeswährung zu entkommen. Macris Vorgängerin Cristina Fernandez hatte den Zugang zum Dollar durch eine Reihe von Kontrollen erschwert, um die abschmelzenden Reserven der argentinischen Zentralbank zu schützen.

Macri indes erhofft sich von der Freigabe letztlich mehr ausländische Investitionen und eine Wiederbelebung der heimischen Wirtschaft.

(reuters/mbü)