Asiatische Migranten haben 2012 insgesamt 260 Milliarden Dollar an ihre Familien in den Heimatländern überwiesen. Die 60 Millionen im Ausland lebenden Asiaten sind damit für 63 Prozent dieser Überweisungen verantwortlich.

Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der Weltbank und dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD ) hervor. Mit ihren Überweisungen unterstützen die Migranten demnach etwa 70 Millionen Haushalte in Asien.

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Wichtige Geldflüsse

Hohe Gebühren und eine schlechte Versorgung mit Finanzdienstleistungen vor allem in ländlichen Gebieten würden allerdings den Nutzen verringern, so der Bericht «Sending Money Home to Asia». Die Autoren forderten Regierungen und Finanzinstitutionen auf, die Kosten zu senken.

Diese Überweisungen seien wichtigere Geldflüsse «als die gesamte Entwicklungshilfe der Weltbank, der UNO und von bilateralen Spendern», sagte IFAD-Vizepräsident Kevin Cleaver bei der Präsentation des Berichts in Bangkok.

75 Prozent der Geldsendungen würden über Banken abgewickelt, sagte Massimo Cirasino von der Weltbank. Im Durchschnitt fallen für die Migranten 8,35 Prozent der Überweisungssumme an Gebühren an. Etwa zwei Drittel der Empfänger leben auf dem Land und haben oft keinen Zugang zu Dienstleistungen wie etwa eigenen Bankkonten, wie es in dem Bericht weiter heisst.

Überweisungen von im Ausland lebenden Bürgern entsprechen zehn Prozent des Bruttoinlandprodukts in Afghanistan, Bangladesch, den Philippinen und Nepal. In Tadschikistan sind es sogar 50 Prozent.

Sieben der zehn weltweit grössten Empfängerländer liegen in Asien: China, Indien, die Philippinen, Bangladesch, Pakistan, Vietnam und Indonesien. Migranten senden Geld unter anderem aus den USA, Europa, dem arabischen Raum, Russland aber auch reicheren Regionen in Asien wie etwa Singapur, Japan oder Hongkong.

(chb/sda)