Das Bruttoinlandprodukt Indiens legte von Januar bis März um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu. Das war das schwächste Wachstum seit mehr als einem Jahr, teilte die Regierung am Dienstag mit.

Experten hatten ein Plus von 8,2 Prozent erwartet, nachdem es im Vorquartal noch zu einem Plus von 8,3 Prozent gereicht hatte.

Als Ursache für das langsamere Wachstum gelten die kräftigen Zinserhöhungen der Zentralbank. In der Folge wurden Kredite für Investitionen und Konsum teurer. So stiegen die Autoverkäufe in dem nach China am schnellsten wachsenden Markt nur noch um 13,2 Prozent. Das war der schwächste Zuwachs seit knapp zwei Jahren.

Im Kampf gegen die hohe Inflation hatte die Notenbank ihren Leitzins seit März 2010 in neun Schritten von 4,75 auf 7,25 Prozent angehoben. Bis Jahresende werden weitere Erhöhungen auf dann 8,0 Prozent erwartet.

(cms/laf/sda)