1. Home
  2. Konjunktur
  3. China kann Exportschwäche bremsen

Handel
China kann Exportschwäche bremsen

Hafen in Qingdao: Ausfuhren sind für China existenziell. Keystone

Die Exporte in China sind im Dezember zwar gefallen, wie auch in den fünf Monaten zuvor. Marktbeobachter hatten aber mit einem viel deutlicheren Minus gerechnet.

Veröffentlicht am 13.01.2016

China hat den Exportrückgang im Dezember deutlich gebremst. Zwar gingen die Ausfuhren im Jahresvergleich um 1,4 Prozent zurück und fielen den sechsten Monat in Folge, wie die Zollverwaltung am Mittwoch mitteilte. Experten hatten aber im Vorfeld mit einem Minus von acht Prozent gerechnet. Im November waren die Exporte noch um 6,8 Prozent gesunken. Die Importe sanken im Dezember bereits den 14. Monat in Folge, mit 7,6 Prozent fiel der Rückgang aber ebenfalls deutlich geringer aus als erwartet.

Die überraschenden Exportdaten könnte ein Erfolg der chinesischen Regierung sein, die Ende vergangenen Jahres eine deutliche Abwertung der Landeswährung Yuan einleitete. Dies macht chinesische Produkte im Ausland billiger. Zugleich lösten die in diesem Jahr fortgesetzten Abwertungsrunden allerdings Turbulenzen an den Finanzmärkten aus, weil sie die Unsicherheit über den Zustand der chinesischen Konjunktur vergrösserten. Chinas Wirtschaft steuert auf die niedrigsten Wachstumsraten seit 25 Jahren zu.

(reuters/me/ama)

Anzeige