1. Home
  2. Konjunktur
  3. China verfehlt Aussenhandelsziel deutlich

Asien
China verfehlt Aussenhandelsziel deutlich

Textilproduktion in Shanghai: Die Exporte legten um 6,1 Prozent zu. Keystone

Enttäuschende Zahlen: Der chinesische Aussenhandel wuchs 2014 nicht einmal halb so stark wie erhofft. Die Regierung in Peking verweist auf die verlangsamte Erholung der Weltwirtschaft.

Veröffentlicht am 13.01.2015

Mit einem Zuwachs des Aussenhandels von nur 3,4 Prozent hat China im vergangenen Jahr sein selbst gestecktes Ziel nicht einmal zur Hälfte erreicht. Unerwartet stark legten die Exporte allerdings im Dezember noch einmal mit 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die Importe gingen zum Jahresende gleichwohl um 2,4 Prozent zurück, wie der Zoll in Peking berichtete.

Für 2014 hatte die Regierung in Peking eigentlich einen Zuwachs des Aussenhandels um 7,5 Prozent angestrebt. Die verlangsamte Erholung der Weltwirtschaft und schwache heimische Investitionen und Nachfrage seien die Hauptgründe für den enttäuschenden Aussenhandel der grössten Handelsnation, sagte Zollsprecher Zheng Yuesheng. Er nannte auch fallende Rohstoffpreise.

EU grösster Handelspartner

Die Exporte legten im ganzen Jahr um 6,1 Prozent zu, während die Importe um 0,4 Prozent anstiegen. Chinas Aussenhandelsüberschuss stieg damit kräftig um 45 Prozent auf 2,35 Billionen Yuan, heute umgerechnet 320 Milliarden Euro.

Der Handel mit der Europäischen Union, die 2014 der grösste Handelspartner Chinas blieb, wuchs um 8,9 Prozent auf 3,78 Billionen Yuan, umgerechnet 515 Milliarden Euro. Mit den USA, Chinas Nummer Zwei, wurde 5,4 Prozent mehr gehandelt.

(awp/sda/ama)

Anzeige