China bekommt die Inflation nicht in den Griff. Die Preissteigerungen in China erreichten im Juni mit 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat den höchsten Stand seit drei Jahren.

Vor allem die Nahrungsmittelpreise legten um 14,4 Prozent zu, wie das Statistikamt am Samstag in Peking berichtete. Auch die Produktionspreise stiegen um 7,1 Prozent. Trotz aller Bremsmanöver hat sich damit die Inflation in China schneller als erwartet beschleunigt.

Im Kampf gegen die Preissteigerungen hatte die Zentralbank seit Oktober schon fünfmal den Leitzins und neunmal die Kapitalanforderungen für die Mindestreserven der Banken erhöht, um überschüssige Liquidität im Markt abzuschöpfen.

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Die Konsumentenpreise hatten im Mai schon um 5,5 Prozent zugelegt. Die Regierung geht inzwischen davon aus, dass das Jahresziel von vier Prozent Inflation nicht erreicht wird.

(laf/awp)