Das Wachstum der Industrieproduktion Chinas verharrt auf einem für die Volksrepublik niedrigen Niveau. Im Mai stieg sie im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent, wie aus am Samstag veröffentlichten Daten hervorging.

Experten hatten mit einem Anstieg von 9,9 Prozent gerechnet. Im Vormonat lag das Wachstum bei 9,3 Prozent, dem niedrigsten Stand seit drei Jahren.

Die neuen Daten dürften nach Ansicht von Analysten die Sorgen verstärken, China könnte auf den schwersten Abschwung seit Jahren zusteuern. Am Donnerstag hatte die Zentralbank überraschend die Leitzinsen gesenkt, um der Entwicklung entgegenzuwirken.

Inflation zurückgegangen

Die Inflation in China ist im Mai zurückgegangen. Die Konsumentenpreise stiegen um 3 Prozent, nachdem es im April noch 3,4 Prozent waren, wie die chinesischen Behörden am Samstag mitteilten. Nahrungsmittel verteuerten sich um 6,4 Prozent nach 7 Prozent im Vormonat.

Angesichts eines drastisch zurückgegangenen Wirtschaftswachstums hat die Regierung angekündigt, mit öffentlichen Aufträgen Geld in die Wirtschaft zu pumpen, um Firmen zu Investitionen zu ermutigen. Am Freitag senkte die Regierung zudem die Preise für Benzin und Diesel.

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(rcv/sda)